Achtung: DSGVO-Abmahnung!

Ein Computer und Vorhängeschloss mit dem Wort DSGVO Datenschutz Grundverordnung

Verstoß gegen den Datenschutz: Hohe Bußgelder möglich!

Seit dem 25. Mai 2018 ist die DSGVO anwendbar. Bisher gab es nur sehr vereinzelte Fälle von Bußgeldern, die von den Aufsichtsbehörden aufgrund von Verstößen gegen den Datenschutz verhängt wurden. Jedoch häufen sich seit 2019 die Nachrichten über DSGVO-Abmahnungen. Dieses deutet womöglich darauf hin, dass die anfängliche Schonfrist vorbei ist.

Aktuelle Nachrichten und Entwicklungen in Sachen DSVGO (Januar 2019)

25. Januar 2019
Google legt Einspruch gegen 50-Mio.-DSVGO-Bußgeld ein. Das Unternehmen bestreitet, gegen die DSGVO verstoßen zu haben. Das Unternehmen möchte nicht nur für sich kämpfen. Man sei auch besorgt über die Auswirkungen dieser Entscheidung auf Verlage, Autoren von Originalinhalten und Technologieunternehmen in Europa und darüber hinaus.

22. Januar 2019
Landesdatenschutzbeauftragte Niedersachsen veröffentlicht Merkblatt: Nutzung von „WhatsApp“ in Unternehmen verstößt in mehrfacher Hinsicht gegen die DSGVO. Insbesondere dürften keine Kontaktdaten von Nicht-Whats-App-Nutzern an das US-Unternehmen übermittelt werden. Auch, wenn die Kommunikation Ende-zu-Ende-verschlüsselt sei, würden immer noch Metadaten, also wer mit wem wie oft kommuniziert, übermittelt.

21. Januar 2019
DSGVO-Bußgelder: Nun trifft es auch kleine Unternehmen: Das Versandunternehmen Kolibri Image hatte es versäumt, einen sog. Auftragsverarbeitungsvertrag zu schließen. Dafür muss es nun 5000 Euro zuzüglich 250 Euro Gebühren zahlen. Das Unternehmen will dagegen Widerspruch einlegen.

18. Januar 2019
Behörden verhängten bereits 41 Bußgelder wegen Verstößen gegen DSGVO! Vor allem kleine Unternehmen waren auf die neuen Regeln offenbar nicht vorbereitet. Handelsblatt.de schreibt: „Die meisten Bußgelder verhängte Nordrhein-Westfalen (33), gefolgt von Hamburg (3) und Baden-Württemberg und Berlin (jeweils 2) und dem Saarland (1). Allein beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA), das die Einhaltung des Datenschutzrechts in privaten Wirtschaftsunternehmen, bei Freiberuflern, in Vereinen und Verbänden sowie im Internet überwacht, laufen derzeit 85 Bußgeldverfahren nach der DSGVO“.

Unser Tipp:

Checken Sie noch einmal, ob die wichtigsten Punkte die DSGVO in Ihrer Einrichtung erfüllt sind. Ziehen Sie dazu im Zweifelsfall
auch externe Expertise zurate.

Das Wichtigste zur Datenschutzgrundverordnung (kurz gefasst)

  • Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist seit dem 25. Mai 2018 in der gesamten
    Europäischen Union wirksam und sorgt für eine einheitliche Regelung zum Schutz von personenbezogenen Daten.
  • Insbesondere Unternehmen müssen sich mit den Änderungen befassen: Die Umsetzung der DSGVO ist mit weitreichenden Pflichten verbunden. Hohe Sanktionen schrecken vor Zuwiderhandlungen ab.
  • Gleichzeitig kommen mit der Datenschutz-Grundverordnung Änderungen, die die Verbraucherrechte ausweiten, zum Beispiel bei Auskunft und Löschung. Neu ist auch das Recht auf Datenübertragbarkeit.

Nützliche Links:

www.dsgvo-gesetz.de offizielle PDF der EU-Datenschutz-Grundverordnung (deutsch & englisch)

www.datenschutz.orgThemen und Ratschläge zum Datenschutz in Deutschland